Magazin

Tipps, um Venedig an einem Tag zu entdecken

Venedig an einem Tag entdecken
Tipps, um Venedig an einem Tag zu entdecken - Foto: © Givaga #241439095 – stock.adobe.com

Venedig ist bekanntlich immer eine Reise wert. Wenn auch nur für einen Tag, weil Venedig auf der Strecke liegt oder der gewählte Urlaubsort in einer angenehmen Nähe für einen Ausflug.
Um Ihre To-do-Liste um ein paar Must-See-Punkte zu erweitern, reicht die Zeit zwischen Frühstück und Abendessen aus.

Der Markusplatz

Der berühmteste Platz der Stadt ist Dreh- und Angelpunkt für viele Ausflügler, Tagesbesucher und Touristen. Wer international gemischte Menschenmassen sehen möchte, ist hier absolut an der richtigen Stelle. Zudem ist er ein Verkehrsknotenpunkt und mit dem Vaporetto kommen Sie von Ihrem Hotel aus überall hin. Spazieren Sie unbedingt über den Platz und schießen Sie einmalige Erinnerungsfotos vom Dogenpalast, vom Campanile und natürlich auch von der Basilika San Marco.

Wenn Sie allerdings nicht pünktlich zur Öffnung an den Eintrittsschaltern der verschiedenen Sehenswürdigkeiten hier stehen, dann vergeuden Sie nicht Ihre wertvolle Zeit, indem Sie sich hier die Beine in den Bauch stehen!

Gönnen Sie sich lieber einen Espresso oder Cappuccino in einem der vielen Cafés rund um den Platz und lassen Sie diese Kulisse auf sich wirken. Von den vielen Menschen, dem quirligen Leben und natürlich den beeindruckenden Bauwerken kann man gar nicht genug bekommen.

Markusplatz
Der berühmteste Platz der Stadt ist Dreh- und Angelpunkt für viele Ausflügler, Tagesbesucher und Touristen – Foto: © Mapics #233066589 – stock.adobe.com

Eine Fahrt mit der Gondel

Zugegeben es kostet Geld, aber Sie müssen ja nicht unbedingt in trauter Zweisamkeit für eine Stunde mit der Gondel fahren. Sie können gerne auch eine Gruppentour mit der Gondel machen und die Sehenswürdigkeiten auf dem Weg kurz erklärt bekommen. Romantiker wollen natürlich die Kulisse von unzähligen Filmen für sich und den oder die Liebste allein und bewundern neben den Palästen entlang der Wasserstraßen auch das Peggy-Guggenheim-Museum (zur englischen Webseite des Museums), die Basilika Santa Maria della Salute sowie das Opernhaus Fenice.
Bei privaten Touren fährt der kundige Gondoliere gerne auch weniger befahrene Wege und deutet auf geheimnisvolle Plätze, weniger berühmte trotzdem aber sehenswerte Brücken und Bauten hin. Unglaublich, aber wahr, es finden sich in dieser Stadt nach wie vor ruhigere Stadtviertel mit einheimischer Bevölkerung. Oft reicht es schon aus, in eine Seitengasse einzubiegen und plötzlich stehen Sie mitten im venezianischen Leben. Findet sich dort auch eine Bar oder ein Restaurant, bleiben Sie auf ein Glas Wein und plaudern Sie mit den gastfreundlichen Menschen!

Fahrt mit der Gondel
Zugegeben es kostet Geld, aber Sie müssen ja nicht unbedingt in trauter Zweisamkeit für eine Stunde mit der Gondel fahren – Foto: © Alex #305766882 – stock.adobe.com

Noch ein kleiner Tipp zum Abschluss: Auch mit einem Vaporetto kann die Stadt erkundet werden. Die Wasserbusse haben zahlreiche Haltestellen in unmittelbarer Nähe zu Sehenswürdigkeiten. Lösen Sie ein Tagesticket und fahren Sie mit einer der Hauptlinien einfach eine Runde mit. Sie können jederzeit Aussteigen, sich umsehen und mit dem nächsten Boot weiterfahren.

Murano

Die Insel der hohen Glaskunst gehört zu Venedig dazu. Auch wenn Sie nur einen Tag Zeit haben, sollten Sie diese Insel und die Möglichkeiten der Besichtigungen nutzen. Zudem ist Murano etwas ruhiger und über die Mittagszeit bietet sich hier auch ein Besuch in einem Restaurant an.

Nach wie vor sind die originalen Stücke aus Murano begehrt bei Sammlern und Kennern.

Zählen Sie eher nicht dazu, dann geben Sie acht bei scheinbaren Schnäppchen. Ein Teil der bunten Souvenirs aus Glas wird mittlerweile in China hergestellt. So viele Glasbläser und Künstler es in Venedig bräuchte, gibt es leider nicht mehr.
Wer interessiert an Herstellung und Geschichte dieser bekannten und für Venedig auch so wichtigen Insel ist, der sollte, wenn nicht überhaupt das Museum in Murano, dann zumindest ein Glasbläservorführung in einem der Betriebe besuchen. Der Großteil der Shows der Glasbläser-Meister sind nach wie vor kostenlos. Erklärungen gibt es allerdings meist auf Italienisch oder Englisch dazu.

Seufzerbrücke und Rialto Brücke

Ausgehend vom Markusplatz geht der Spaziergang zur Seufzerbrücke. Sie verbindet eigentlich den Palast des Dogen mit dem Gefängnis daneben. Da im Palazzo Ducale auch Casanova festgehalten wurde und er nicht unwesentlich zum Ruf der Stadt als romantischer Destination beigetragen hat, wird wohl noch heute so mancher Seufzer auf dieser Brücke ausgestoßen.

Die Rialto Brücke ist eine der größten, der bekannten Brücken von Venedig. Sie führt über den Canale Grande und verbindet die zwei Hauptviertel von Venedig. San Marco mit dem Markusplatz und seinen Palästen sowie San Polo hingegen entwickelte sich vor allem auch zum Handelszentrum. Ursprünglich aus Holz wurde sie nach einem großen Brand in Stein erbaut und bildete lange Zeit das Zentrum des Lebens in der Stadt. Sie war die einzige Brücke über den Canale Grande.

Rialto Brücke
Die Rialto Brücke ist eine der größten, der bekannten Brücken von Venedig – Foto: © emperorcosar #74201425 – stock.adobe.com

Shopping in Venedig

Direkt an der Rialto Brücke liegt auch der Fischmarkt von Venedig. Daran angeschlossen ein riesiger Markt für Gemüse und Obst, hauptsächlich lokal oder regional geerntet. Wer frische Produkte liebt und es zeitlich schafft, sollte sich diesen Markt nicht entgehen lassen, denn hier kaufen noch die Venezianer ein. Treffen sich zum lautstarken Diskutieren, gemeinsam Freuen und gegebenenfalls auch Handeln.

Italienische Designer sind rund um die Rialto Brücke bis zum Markusplatz ebenfalls zu Hause.

Es gibt zwar in Venedig keine klassischen Einkaufs-Prachtstraßen, wie wir sie aus anderen Metropolen kennen, aber die Calle Vallaresso und die Calle larga del Ascensione können durchaus dafür sorgen, dass die Urlaubsgarderobe mit edelsten Teilen aufgestockt wird.

Venezianische Spezialitäten

Wenn Sie der Hunger überfällt, dann biegen Sie ein in eine Seitenstraße und suchen sich ein Restaurant, in welchem Sie kein Wort verstehen (vorausgesetzt sie sprechen nicht Italienisch). Denn dann dürfen sie anstelle von Pizza und Pasta in den traditionellen Speisen von Venedig, einer Hafenstadt, schwelgen. Sarde in Saor, sauer in Zwiebeln eingelegte Sardellen, mit Cicheti, einer Art von Tapas, beispielsweise zur Einstimmung. Castradina, stundenlang mit Kohl und Zwiebel gekocht Hammelkeule oder Baccalà Mantecato, der Kabeljau als Creme zu Polenta Schnitten.

Venezianisches Restaurant
Wenn Sie der Hunger überfällt, dann biegen Sie ein in eine Seitenstraße und suchen sich ein Restaurant – Foto: © Gabriele Maltinti #103401783 – stock.adobe.com

Anreise und Parkmöglichkeiten

Venedig mit seinem internationalen Flughafen bietet sich als Anreiseort an, um dann einen Tag direkt in der Stadt zu verbringen und erst danach zum eigentlichen Urlaubsziel weiterzureisen. Zudem liegt Venedig auf der Strecke, wenn man einen Zielort entlang der Adriaküste von Italien gewählt hat. Selbst für Einkaufsreisen in die Region Venetien mit seinen herrlichen, kulinarischen Köstlichkeiten bietet sich ein Zwischenstopp in La Serenissima an. Sorgenfrei in Venedig parken kann man bspw. gut entlang der Zubringer zur Innenstadt.
Generell lohnt es sich bei einem Ausflug nach Venedig im Vorfeld bereits nach guten Parkmöglichkeiten zu schauen. Einerseits um einen der begehrten Parkplätze überhaupt zu bekommen, andererseits jedoch auch um ein Angebot mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis zu finden.